Eine Rechnung für Illustratorin/Illustrator ist der Punkt, an dem ein fertiges Bild zu bezahltem Geld wird. Sie ist das Dokument, das den Auftrag bestätigt, deine Unterlagen für das Finanzamt sauber hält und dich schützt, falls ein Kunde später annimmt, die volle gewerbliche Lizenz sei im Grundpreis enthalten. Richtig gemacht wirst du für den Wert bezahlt, den du wirklich geschaffen hast.
Was hineingehört
Jede gültige Illustratorin/Illustrator-Rechnung sollte diese Pflichtangaben enthalten: Briefing, Lizenzstufe, Auflösung und Formate, Korrekturrunden sowie deine eigenen Angaben. Fehlt eines, lässt sich das Dokument schlechter durchsetzen oder ist — sofern Steuer betroffen ist — für die Umsatzsteuer nicht zulässig. Lizenzstufe und Auflösung vorab zu nennen verhindert das „Ich dachte, Web-Rechte decken auch Print“ im Vorfeld.
So funktionieren Steuer und Rechnung
Illustratoren berechnen pro Illustration und nach Nutzungsstufe — privat, web, print, exklusiv —, und die Rechnung ist simpel: Menge × Satz pro Position, dann addieren. Nenne Auflösung und Formate, damit keine Verwirrung herrscht, was gekauft wurde. Der hier angewandte Satz beträgt 0 %. Wenn du gewerbliche Kunden im Ausland abrechnest, prüfe vor der Endsumme, ob Reverse Charge oder der Nullsatz greifen — eine falsch beschriftete Auslandsrechnung kann abgelehnt werden.
Beispielpositionen
Rechnung
Illustratorin/Illustrator Rechnung
- Rechnungsnr.
- INV-2026-014
- Datum
- 2026-07-15
Von
Ihr Unternehmen
Musterstraße 1, Ihre Stadt
An
Kundenname
Kundenfirma, Kundenstadt
| Beschreibung | Menge | Preis | Betrag |
|---|---|---|---|
| Editorial-Illustration x3 | 3 | €220,00 | €660,00 |
| Weblizenz | 1 | €150,00 | €150,00 |
| Drucklizenz | 1 | €300,00 | €300,00 |
- Zwischensumme
- €1.110,00
- Gesamt
- €1.110,00
Anmerkungen
Sehr schön! Exklusivität ggf. separat.
Beispielvorschau — keine echte Rechnung
Eine typische Illustratorin/Illustrator-Rechnung sieht so aus:
- Editorial-Illustration x3 (3 × 220 EUR)
- Weblizenz (1 × 150 EUR)
- Drucklizenz (1 × 300 EUR) Gib immer Menge, Einzelpreis und Steuerbetrag pro Position an, damit die Gesamtsumme nachvollziehbar ist.
Praktische Hinweise
Drei Gewohnheiten lohnen sich: Stufe die Lizenz nach dem tatsächlichen Einsatz, denn ein Plakat ist mehr wert als ein Blog; nenne die gelieferte Auflösung; und berechne Exklusivität extra, wenn der Kunde das Bild voll besitzen will. Fortlaufende Nummern, klare Zahlungsziele und zügige Zustellung senken säumige Zahlungen und schaffen Vertrauen für den nächsten Auftrag.
Bevor du lieferst, prüf doppelt, ob Farbprofil und Dateiformat zum Drucker oder Bildschirm des Kunden passen — eine großartige Illustration im falschen Format ist eine Erstattung, die nur wartet. Erwähne in der Rechnung, wann die Lizenz ausläuft oder ob sie unbefristet ist, damit der Kunde nie aus Versehen Bilder nutzt, für die er keine Rechte mehr hat.
Klare Rechnungen gehören zum Kunstgewerbe. Wenn die Papierkram wenig Aufwand macht, bleibst du am Zeichenbrett bei Arbeit, auf die du stolz bist.